Rumänien

Wohnmobilreise nach Rumänien

Route Ost neu

Bei Lugoj (Lugosch), RO                                                   C.   N 45°46’10“  E 21°15’59“

Es geht, aus Ungarn kommend durch endlose Zwiebel- und Paprikafelder zur rumänischen Grenze. Vignette für 8 Euro für eine Woche kaufen und zum ersten mal wieder eine Grenzkontrolle durch ungarische und rumänische Beamte. Man lässt uns herein!Temeschwar 1 Dann noch 50 km bis Temeschwar (Timisoara). Die ersten Eindrücke sind ähnlich wie vor einem Jahr im Baltikum: heruntergekommene Plattenhäuser, in den Dörfern teils baufällige, teils frisch gestrichene und renovierte Häuschen, deren Giebelseite immer zur Straße zeigt. Hühner auf der Straße, auf den Wiesen Kühe und Schafe, in den Straßen kraterförmige Schlaglöcher. Wir sind hier im Banat bei den Donauschwaben. Temeschwar bietet einiges: alte, vielfach baufällige, aber schön verzierte Häuser, große Plätze mit viele Kaffees und schöne Kirchen. Besonders die orthodoxe Kathedrale mit prächtiger Ikonostase auf dem Opernplatz ist sehenswert. Wir bummeln über den Sieges- und Freiheitsplatz. Die Frauen in der Stadt sind auffällig modern gestylt, was man von ihren Häusern und Straßen noch nicht sagen kann.Temeschwar Kathedrale Mit Blitz und Donner verlassen wir die Stadt Richtung Süden. Die Straße ist eine einzige Baustelle und der Fahrstil de Rumänen ist gewöhnungsbedürftig. Bei Lugoj habe ich die Nase voll und wir biegen ab zu einem kleinen Campingplatz „International“. Es ist ein Restaurant im Wald mit einigen kleinen Hütten, die noch nicht bewohnbar sind und einem Parkplatz auf dem wir zusammen mit Hühnern und Hasen stehen können. Abendessen im Restaurant mit einem Kellner, der gut Deutsch spricht und mir „Bauchwandsuppe“ empfiehlt, die sich als eine Knoblauchsuppe mit Streifen von Bauchspeck herausstellt.

Mehadia bei Baile Herculane (Herculesbad), RO           C.   N 44°52’9″  E 22°23’16“

Nach dem Frühstück verlassen wir unser freundliches Restaurant und fahren durch schönen Mischwald mit vielen blühenden Akazien Richtung Deva. Das Dorf- und LandlebenFlugzeug ist bemerkenswert: Pferdegespanne ersetzen vielfach noch den Trecker, gepflügt wird mit Pferd und Muskelkraft. Auf den Felder sind viele ältere, schwarz gekleidete Frauen mit Schürze und Kopftuch, die den Boden mit einer Hacke bearbeiten. Die Häuser in den Dörfern sind parallel der Straße angeordnet und die Fassaden manchmal mit farbigen Fliesen verziert. Davor sitzen alte Männer mit hohen schwarzen Kappen auf dem Kopf. Wir kommen an einem kleinen Kaffee vorbei in dessen Garten ein ausgewachsenes Flugzeug steht. Gelegentlich sieht man Storchennester. Das Leben scheint wie vor 50 Jahren in unseren Dörfern abzulaufen. Wir erreichen Hunedoara (Eisenmarkt), das durch riesige verfallene Industrieanlagen, ehemalige Stahlwerke imponiert. Eine Industriebrache reiht sich an die andere. Wäre hier nicht die Corvinusburg, so wäre es ein Ort den man besser meidet. HunedoraDie Burg wird gerade von einer italienischen Gruppe renoviert. Insbesondere der Ritter- und Speisesaal sind sehenswert aber alles ist noch in den touristischen Anfängen, auch die ersten zaghaften Souvenierstände. Durch die Berge entlang des NP Retesat, in dem die Berge 2500 m erreichen und auf denen noch Schneereste liegen fahren wir zurück zur Hauptstraße.Am Nachmittag erreichen wir dann den einzigen Stellplatz hier im Süden, den Camping „Herkules“, der von einem Deutschen aus Köln geführt wird. Die Sanitäranlagen sind gut und es gibt eine Waschmaschine und ein Restaurant.

Am nächstenn Tag fahren wir ins nahe Herkulesbad. Es ist eines der ältesten Bäder Europas und liegt in einer engen, felsengesäumten Schlucht unterhalb des Cernastausees. Es gibt einen neuen gesichtslosen Teil mit Hotelbettenburgen im sozialistischeHerkulesbad 1n Stil und dann – und das ist eine wirkliche Überraschung – einen alten Teil mit den mehr oder weniger verfallenen und heruntergekommenen Hotels der Belle epoque von 1850 bis 1900. Brauchbar ist keiner dieser Kästen mehr, aber es gibt wunderbare Fassaden mit Stuckverzierungen, eine Halle mit Deckenfresken und Wandelgang und trotz aller maroden Bausubstanz bekommt man eine Ahnung von der Pracht und dem Glanz, den dieses Bad einmal ausgestrahlt haben muss. Nachdem wir uns sattgesehen haben fahren wir noch zum Stausee hinauf.

Nedeia an der Donau, RO                                   F.P.      Breite: 43.85   Länge 23.766667

Wir fahren  bis Orsova und biegen dann Richtung serbische Grenze zum „Eisernen Tor“, dem Donaudurchbruch durch die Banater Karpaten ab. Eisernes Tor bei Drobeta TurnuDer Strom ist mehrfach aufgestaut und das Tal verengt sich dann mit steilen Felsen zu einer engen Schlucht, worin die Wasser aber dank Stau und Schleusen gebändigt ist. Die Landschaft ist aber sehr eindrucksvoll und der Abstecher lohnend. Bis Drobeta Turnu dann immer an der Donau entlang mit viel Verkehr durch vielen Baustellen. Wir beschließen der Donau nach Süden Richtung Bulgarien zu folgen und kommen auf einer verkehrsarmen, bestens ausgebauten Straße schnell voran. Vom Banat sind wir jetzt in die Walachei gewechselt. Hier leben die Menschen noch sehr ärmlich von ihrer Landwirtschaft. Auf der Straße sind fast so viele Pferdefuhrwerke wie Autos. Die Dörfer ziehen sich an der Straße entlang, alte MenschenAn der Donau sitzen vor ihren Häusern auf einer Holzbank, die Frauen strickend, die Männer rauchend. In jedem Dorf stehen noch mehrere Ziehbrunnen mit Eimer. Auf den Weiden grasen Kühe, Schafe und Pferde und in der Ferne kann man die Donau, die Grenze zu Bulgarien ahnen. Zweimal werden wir von der Grenzpolizei kontrolliert, offenbar gibt es noch viel Schmuggel. In einem der kleinen Dörfchen finden wir am Spätnachmittag neben Friedhof, Kirche und Ziehbrunnen einen schönen Platz zum Übernachten.

Pietrisu, Giurgiu, RO                                              F.P.  43°43’0″ N / 25°40’0″ E

Dann ging es weiter durch die Dörfer entlang der Donau. Bei Corabia kamen wir dann direkt an den Fluss und legten auf einer einsamen Wiese eine zweistündige Sonnen- und Lesepause ein. Der Platz erinnerte uns an die Memel im vergangenen Jahr. Dann überquerten wir den Fluß Olt, nach dem die Gegend Oltenien heißt. Er mäandert und bildet Sandbänke aus. Auf einer ließen wir uns nieder und gingen schwimmen, dDonau 3.h. ließen uns in der Strömung treiben, denn zum Schwimmen war es zu flach. Ein richtiger Sonnen- und Badetag, der Sonnenbrand an den Beinen lässt schmerzlich grüßen. Gegen Abend dann wieder die Suche nach einem Übernachtungsplatz. In dem kleinen Nest Pietrisu, fanden wir hinter den Häusern eine schöne Wiese am Wasser. Vor uns schwimmen die Enten, Wasservögel picken am Ufer und der Storch steht stolz da und betrachtet uns. Auf den Weiden grasen zwei Stuten mit ihren Fohlen und eine Schafherde. Die Dorfjugend kommt zum Fußballspielen.

Die Nacht war ruhig, die Sonne scheint wieder und Gänse, Enten, Störche und Kühe schauen uns beim Frühstück zu. Wir starten wir frohgemut Richtung Bulgarien. Den Weg durch Giuliu nach Ruse auf der anderen Donauseite zu finden, ist gar nicht so einfach.

Donau 4

Hier geht es weiter nach Bulgarien

 

Rückreise durch Rumänien:

Navodari, Schwarzmeerküste, RO                            C.    N 44°16’29“  E 28°37’5″

Am Morgen fahren wir von Bulgarien aus über die Grenze nach Rumänien, wo die Orte noch Namen wie 2.Mai und 23. August tragen und die sozialistischen Retortenbadeorte nach den Planeten benannt sind. Als erstes kommt man allerdings in einen Ort mit Namen Vama Veche, der mit Althippis und Nackten am Strand bevölkert ist, dahinter unzählige Bars aus denen laute Musik dröhnt und davor staubige Straßen. Wir fahren durch die Badeorte Saturn, Neptun, Orion usw. , die nicht anders aussehen wie die Badeorte an der Nordsee, nur das überall verlassene und verfallene Constanta Casinosozialistische Hotelbauten herumstehen. In Constanta, der zweitgrößten Stadt Rumäniens schauen wir uns den Hafen mit dem prachtvollen Jugendstilkasino an, das leider auch dem Verfall preisgegeben ist. In der orthodoxen Kathedrale spricht uns ein Prister auf deutsch an. Er war sechs Jahre zum Studium in Worms. Er zeigt und erklärt uns die ganze Kirche, gegen entsprechende Spende natürlich. Weiter nördlich an der Küste finden wir dann vor Navodari einen ordentlichen Campingplatz mit Strand und Internetverbindung.

Murighiol, Donaudelta, RO                                            C.   45°1’60“ N / 29°10’0″ E

Über kleine Nebenstraßen fahren wir weiter nach Norden zum Donaudelta. Die Landschaft ist hügeligDonaudelta 1 und stark landwirtschaftlich genutzt. Weizenfelder so weit das Auge reicht. In Babadag, einem stark osmanisch geprägtem Ort, steht noch eine Moschee im Zentrum und daneben ein kleines Museum, das einige Gebrauchsgegenstände,Trachten und Stickereien zeigt. Weiter auf kleinen Sträßchen, die zunächst durch Weinberge führen und dann durch die Razim Lagune geprägt werden; Die Reste der Burg von Enisala thronen weithin sichtbar über dem Ort, nur ist kein Weg dorthin zu finden. Schließlich fahren wir eine staubige Schotterstraße hinauf und oben erwartet uns ein Wächter, ein Esel und ein Hund mit drei Welpen. Die Burgreste sind unbedeutend, aber die Aussicht über die Seelandschaft ist grandios. Dann weiter durch Seen und Schilflandschaft, die Häuser sind jetzt häufig reetgedeckt und haben verzMurighiolierte Holzgiebel. Endlich erreichen wir Murighiol, der letzte Ort im Delta, der noch gut mit dem Wagen anfahrbar und zugleich ein guter Ausgangspunkt für Bootstouren ins Delta ist . An der Straßenkreuzung warten schon zwei Männer auf uns, von denen einer Deutsch spricht. Sie bieten uns einen Campingplatz im Ort für 50 Ron = 12 Euro und für den kommenden Tag eine fünfstündige Bootstour durch das Delta für 100 Euro an. Wir willigen ein. Der Preis ist, nach allem, was wir gehört haben, gut und der Campingplatz auch.

Der nächste Tag begann schon früh um 5 Uhr. Um 5:45 stand unser Bootsführer vor der Tür und wir stDonaudeltaarteten zur Rundfahrt durch das Delta. Er hatte noch einen weiteren jungen Mitfahrer dabei, den wir erst für einen rumänischen Helfer hielten, der sich dann aber als belgischer Rucksackreisender herausstellte. Die Rundfahrt durch die verschiedenen Seen und Kanäle um den Donausüdarm herum war eindrucksvoll. Noch nie haben wir so viele Wasservögel auf einmal gesehen, Reiher, Ibisse, Störche und Massen von Pelikanen. Wir waren fünf Stunden unterwegs und es war ein einmaliges Erlebnis, das man in Europa wohl nirgends erleben kann.

Lepsa NP, RO                                                  F.P.     

Mittags machten wir uns dann auf den Weg nach Galati, wo es eine Donaufähre gibt. Dann weiter auf Straßen mit viel Verkehr, was das Fahren zusammen Lepsa NPmit der Hitze sehr anstrengend machte. Endlich erreichten wir eine Nebenstraße in die Berge Richtung Buzau. Das Gewitter hatte sich gerade entladen und die Straße war neu geteert. Nur mit einem Schlafplatz wollte es nicht klappen, bis wir dann hier zum NP kamen, wo man recht gut und in schöner Umgebung stehen kann. Die Temperaturen stiegen tagsüber bis auf 34 Grad in der Donauebene. Inzwischen hat es ein Gewitter gegeben und einen Temperatursturz um 20 Grad. Jetzt stehen wir am Eingang zu einem kleinen Nationalpark in den Ostkarpaten auf 700 m Höhe bei 12 Grad und hören die Regentropfen auf das Dach fallen.

Bran (Törzburg), RO                                                C.    N 45° 30′ 41″ / E 25° 21′ 51″

Nach dem nächsten Ort hörte die Asphaltstraße auf und ging in eine matschige Schotterstraße über, die sich – immer schlechter werdend – auf 1100 m empor wand. Kein Auto kam uns mehr entgegen, es war einsam und verlassen. Tiefe Schlammlöcher und Querrinnen in der regennassen Strecke ließ die Fahrt zu einer Rutschpartie werden. Bis zum nächsten Prejmer WehrkircheOrt waren es über 30 km einsame Strecke durch die Karpaten. Nach einer Weile winkte uns ein „Waldmensch“ und wollte mitgenommen werden. Wir luden ihn ein, er stank nach Rauch und Tabak. Dann ging es auf rutschiger und löchriger Piste, die bergauf kaum befahrbar gewesen wäre, wieder nach unten. Wir waren froh, als wir im nächsten Ort waren, unseren Mitfahrer ausluden und die Asphaltstraße wieder begann. Wenige Kilometer vor Brasov liegt der kleine Ort Prejmer (Tartlau), der eine der schönsten Wehrkirchen Siebenbürgens besitzt. Im Zentrum die evangelische Kirche, umgeben von einer Wehrmauer, die auf der Innenseite Räume für jede Familie des Dorfs hat, nach außen ein Wehrgang mit Schießscharten und Pechnasen. Eine höchst eindrucksvolle Anlage, die bestens restauriert ist. Die Kirche schlicht und schön mit einem wunderbaren Triptychonaltar. In Brasov (Kronstadt) regnete es leider wieder. Bran Törzburg In Brasov sehenswert ist das alte Rathaus, die umliegenden Häuser und die schwarze Kirche, die neben einem schönen Altarbild, altem Kirchengestühl mit Abbildungen der Zünfte und der Tugenden eine große Sammlung türkischer Teppiche enthält, die an den Seitenwänden der Kirche aufgehängt waren, was einen eigenartigen Kontrast zum Kircheninneren ergab. Dann fuhren wir nach Bran (Törzburg), um die „Draculaburg“ anzuschauen, die malerisch vor den Karpatenbergen liegt. Innen eher klein und eng, und zuletzt von der rumänischen Königin Maria bewohnt. Dracula wird wohl mehr zu Werbezwecken bemüht, wie die vielen Besucher zeigen. Da hier der „Vampir“ Campingplatz ist, blieben wir gleich dort.

Roandola (Rauthal), RO                                                  F.P.   46°10’0″ N und 24°37’0″ E

Wir verabschieden uns von Dracula und fahren hinein in das Zentrum Siebenbürgens mit seinen zahlreichen alten Kirchenburgen mit ihren Kirch- und Specktürmen. In Klein- und Großschenk stehen die ersten, noch stark renovierungsbedürftigen Kirchburgen.Schönberg Wehrkirche Über Mergeln nach Schönberg, wo uns eine Gruppe junger Rumänen anspricht, ob wir Interesse haben die Kirchburg zu besichtigen, sie hätten gerade die Frau mit dem Schlüssel angerufen. Natürlich wollen wir! Es kommt eine ca. 80 jährige, sehr gesprächige siebenbürger Sächsin, die uns die Kirche aufschließt und erklärt und vor allem Anngrit mit ihrer Lebensgeschichte beschäftigt. Im Ort leben nur noch sechs deutschsprachige Sachsen, die wechselweise mit dem Nachbarort zur Kirche gehen. Die Rumänen und ich erklimmen derweil über wacklige Holzstiegen den Glockenturm, von dem man eine schöne Aussicht genießt. Wir fahren weiter nach Agnita (Agnethen), wo ebenfalls eine schöne Kirchburg wartet. SchönbergZum Glück ist mit uns eine österreichische Reisegruppe da, die den Schlüsselwärter schon informiert hatte. Diese ganzen evangelischen Kirchen haben nur noch wenige Gemeindemitglieder, da die Mehrzahl der Rumänen orthodox ist. Durch Henndorf und Neithausen mit ihren Kirchburgen fahren wir dann nach Sighisoara (Schässburg), das mit seinem Burgberg zum UNESCO Weltkulturerbe gehört. Ein schöner Turm am Eingang zur Altstadt, der Stundenturm, dahinter schöne, vielfach noch renovierungsbedürftige Altstadthäuser und ganz oben auf dem Berg eine evangelische Kirche, die heute Museum ist und wunderbare Altäre und alte sächsische Truhen zeigt. Inzwischen wird das Benzin knapp, der Reservekanister musste schon herhalten um noch nach Roandola/Rauthal zu einem deutschen Ehepaar zu kommen, desse Adresse wir bekommen hatten. Ein abgelegener, landschaftlich schöner Ort. Als wir ankommen sind zwei Kinder, aber die Eltern nicht da. Also machen wir erstmal einen Rundgang durchs Dorf und schauen uns die Häuser an, die noch sehr typisch sind. Wir treffen noch einige Alte Siebenbürger Sachsen, die gerne mit uns reden und uns von ihrem Schicksal berichten und alle schon über 80 Jahre alt sind.RoandolaZum Teil leben sie noch hier, zum Teil inzwischen in Deutschland und kommen nur für einige Monate im Sommer in ihre alten Häuser zurück. Dann kommen die Eltern mit dem Pferdewagen vom Feld zurück. Das Haus und die Lebensbedingungen sind einfachst: Essen draußen am Holztisch, Waschen im Freien am Zuber, Wasser aus dem Brunnen, Heizen mit Holz, zwei Räume mit Küche im Haus, kein Auto. Im Stall ein blindes Pferd und vier Kühe, die von Hand gemolken werden und zwei Kälber. Ein Leben unter einfachsten Bedingungen, das sie sich freiwillig ausgesucht haben.

Aurel Vlaicu, RO                                                              C.   N 45°54’52“ / E 23°16’46“

Am nächsten Morgen fahren wir mit  Pferd und Wagen hinaus zu den Feldern,  insgesamt 5 Hektar. Die Landschaft im Talschluß ist sehr schön. Dann verabschieden wir uns von der Aussteigerfamilie und machen uns  auf den Weg nach Biertan/Birthälm. Eine stolze Kirchburg auf einem Hügel zu der ein holzüberdachter Weg hinaufführt. In der Kirche treffen wir auf eine Führerin, die gerade auf eine deutsche Gruppe wartet.Sie lädt uns ein ihren Erklärungen ebenfalls zuzuhören. Schöner großer Altar und ein einmaliBiertanges Schloss an der Tür zur Sakristei. Taufstein und Kanzel sind ebenfalls sehenswert. Auf dem Weg nach Sibiu machen wir noch Halt in Axente Sever/ Frauendorf mit einer schönen Kirchburg. Eine noch jüngere Sächsin freut sich über den Besuch und führt uns auf deutsch durch das kleine Museum und die Kirche. Wir steigen auf den Turm und genießen den Blick auf das alte Sachsendorf. Dann endlich nach Sibiu/Hermannstadt. Auf den drei kleinen verbundenen Plätzen der Altstadt liegen die wesentlichen Sehenswürdigkeiten, die große evangelische Kirche, die alten Häuser und Museen und viele Kaffees. Es herrscht sonntägliche Ruhe in der Kulturhauptstadt Europas 2007, es sind nur wenig Touristen unterwegs und die jungen Rumänen bevölkern mit ihren Freundinnen die Kaffees. Wir fahren weiter zu einem Campingplatz unter holländischer Leitung, der auch von vielen Holländern bevölkert ist. Immerhin haben sie ein kleines Schwimmbad in das ich mich noch stürze.Herrmannsstadt/Sibiu

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