Moldawien

Zurück nach Rumänien

Legende:  C.= Campingplatz;  S.= Stellplatz;   F.P.= freier Platz

Bursuc,           Kloster Hincu                              F.P.   N 47o 04.836′ / E 28o 19.326′

Wir fahren zur 15 km entfernetne Grenze und sind gespannt, was uns erwartet. Am kleinen Grenzübergang von Stanca nach Costesti ist kaum Verkehr. Die rumänische Grenzbeamtin interessierte sich mehr für das Innere unseres Wohnmobils als für irgendwelche Waren. Ich musste noch eine „Austrittsgebühr“ von 12 Lei (3 Euro) zahlen, dann geht es über die Stamauer des Prut zur moldauischen Grenze. Wir werden von einer schicken hochhackigen Grenzbeamtin in engem Kostüm in Empfang genommen, die allerdings männliche Hilfe zur Kontrolle der Fahrgestellnummer benötigt. Dann eine eher oberflächliche Besichtigung des Wagens, Geldtausch und schon gibt es die Papiere zurück und wir haben nach 45 Minuten freie Fahrt. Wir nehmen zwei Frauen, die als Anhalterinnen an der Straße stehen als „Wegweiserinnen“ mit. Die eine wuchtete noch einen großen Koffer mit herein. Auf die Straßenkarte ist kein Verlass. Man fährt erst ein ganzes Stück Richtung Soroca, dem Grenzort nach Transnistrien, bis man auf die M 14, die Hauptstraße nach Chisinau trifft, dann nach Süden bis Balti. Schilder und Beschriftungen sind zumeist zweisprachig in Rumänisch und Kyrillisch. Die Straßen sind nicht schlechter als in Rumänien, zumeist sogar besser und es ist nur wenig Verkehr, was das Fahren angenehm macht. Wir sind neugierig auf die moldauischen Klöster und entscheiden uns zuerst für Hirjauca, das zugleich ein kleines Heilbad ist. Alle Klöster wurden während der kommunistischen Zeit zerstört und werden jetzt langsam wieder aufgebaut. So ist das Kloster mehr eine Baustelle als ein Ort der Stille. Weiter bis zum Kloster Hincu, das etwas erhöht in den Bergen liegt. Die Anlage ist sehr schön und gepflegt, viele Blumenrabatte, aber die Kirche noch in Bau. Wir kaufen das Heilwasser des Klosters und richten uns auf dem Parkplatz davor häuslich für die Nacht ein und beobachten Mönche, die einen Naturzaun errichten.

Butuceni (Orheiul Vechi)                                                F.P.  N 47o 18.453′ / E 28o 57.591′

Einen Zwischenstopp legen wir noch beim Kloster Capriana ein, das von den drei besichtigten Klöstern das eindrucksvollste ist. Dann fahren wir weiter Richtung Orhei und biegen kurz vorher ab zum prähistorischen Gelände von Orheiul Vechi. Hier sind alte Höhlen in die felsige Uferwand des Flusses Raut geschlagen, die Klöster und Kirchen beherbergten. Es finden sich alte Thermen und Befestigungen aus dem Mittelalter. Ein, vor allem auch landschaftlich reizvolles Gebiet. Es gibt ein kleines Museum, ein altes Dorfhaus und natürlich eine Höhlenkirche mit Mönch zu besichtigen. Für die Nacht finden wir einen schönen Stellplatz am Fluß., wo wir die Nacht gemeinsam mit einer Kuhherde verbringen.

Stefan-Voda                                                                    F.P.   N 46o 34.412′ / E 29o 36.475′

Wir fahren nach Chisinau, direkt ins Zentrum, was einfacher geht, als gedacht. Nur einen bewachten Parkplatz finden wir nicht. Mit Bedenken stellen wir den Wagen am Straßenrand ab und sichern ihn. Auf den Boulevard Stefan cel Mare (Stefan der Große) spielt sich das Leben ab. Hier sind alle Edelfirmen vertreten, Handyshops und Computerläden und die schicken Moldauerinnen promenieren ihn entlang. An Gebäuden gibt es nichts wirklich Sehenswertes, das Leben auf der Straße ist interessanter. Wir gehen durch den Puskin Park mit entsprechendem Denkmal, zum Triumphbogen, dem Glockenturm und der Kathedrale vor der gerade ein Hochzeitspärchen mit Tauben posiert. Südlich der Stadt liegt eins der größten Weingüter Moldawiens, Milesti Mici, bei dem wir Halt machen. Vor den Eingang zum Verkaufsraum steht jeweils ein Brunnen aus dem in große Gläser Rot- und Weißwein fließt. Moldawien ist einer der größten Weinproduzenten Osteuropas.Weiter nach Süden. Ab Causeni noch ein Stück weiter auf der R 30 und wir suchen uns etwas abseits der Straße einen Platz für die Nacht. Morgen wollen wir die Grenze in die Ukraine passieren.

Die Reise geht in der Ukraine weiter