Skandinavien

Wohnmobilreise durch Norwegen und Finnland

 

 

Tårs, Dänemark

Mit einer Übernachtung und mehreren kleinen Pausen kommen wir von  Süddeutschland ohne Stau und Unfälle bis an die Nordküste Dänemarks. In Tars finden wir einen kostenlosen Stellplatz bei einem Womohändler, sogar mit Stromanschluß! Bis zur Fähre in Hirtshals sind es noch 35 km.

Norwegen

Akkerhaugen, Norwegen

Schöne Überfahrt bei ruhiger See und Sonne, die wir auf dem Heck im Freien genießen. Der freundliche norwegische Zöllner winkt Fähreuns mit unserem Wein durch. Es scheint unser Glückstag zu sein! Weiterfahrt über Skien bis zum Campingplatz von Akkerhaugen direkt am See. Wir sind fast alleine. An einer Seilbahn lernen Kinder das Wassersurfen. Sonnenuntergang am späten Abend.

Rollag im Numedalen

Frühstück im Windschatten hinter dem Auto. Besichtigung der StabkKirche Heddalirche in Heddal, der größten Norwegens. Viele Touristen, ein deutscher Bus. Dadurch haben wir eine Erklärung in Deutsch, ein Pfarrer singt. Weiter ins Numedalen, einem langen Tal, das hinauf zum Hardangervidda führt und viele kleine alte Stabkirchen hat. Wir haben die in Flesberg und Rollag gesehen. Hinter Rollag haben wir einen schönen kleinen naturbelassenen Campingplatz direkt am Fluß gefunden.

Saebo, Eidfjord

Früstück in der Sonne am Fluß im Numedalen, Abendessen bei Regen und 8 Grad im Wohnmobil. Dazwischen liegt der Hardangervidda. Zunächst Stabkirchen in Nore und Uvdal Hardangerviddaangeschaut. Letztere auch von Innen und mit Museumsdorf. Danach hinauf nach Geilo, dem Skizentrum und weiter auf den Hardangervidda. Dort auf 1300 m Höhe Schneefelder, zugefrorene Seen und Kälte bis 0 Grad. Kaffee mit Blick auf eine Winterlandschaft. Am Wasserfall Vøringfoss regnet es. Wir flüchten uns auf den Zeltplatz in Saebo.

Undredal am Aurlandsfjord

Am Morgen wieder Sonne, die zum Frühstück im Freien einlädt. Dann weiter zur Fähre in Brimnes und auf der anderen Seite weiter am Eidfjord und über den Berg nach Voss. Landschaftlich sehr reizvoll mit steilen Felswänden und zahllosen Wasserfällen. Flamsbahn, KjosfossenAuf der E16 über Gudvangen nach Flåm. Dort mit der teuren (310 NOK/ Person) Bahn nach Myrdal und zurück. Die Flåmbahn ist eine bauliche Meisterleistung. Besonders der Stopp beim Wasserfall Skjolfossen lohnt die Fahrt. Zurück durch den 11 km langen Tunnel und hinunter nach Undredal am Auerlandsfjord. Hier steht die kleinste Stabkirche Norwegens, die leider schon geschlossen war. Dafür schöner Stellplatz direkt am Fjord.

Sandvik-Gaupne am Lustrafjord

Regen begleiteteNaeroyfjord uns den ganzen Tag. Der rauschende Bach in Undredal hat uns gut schlafen lassen. Wir waren zwei Stunden vor Abfahrt an der Fähre. Busse mit Touristen aus vielen Ländern vertrieben uns die Zeit. Dann begann es zu regnen. Um 12 Uhr startete die Fähre von Gudvangen nach Kaupanger durch den Naeroyfjord. Enge Durchfahrt, hohe Felsen, viele Wasserfälle, schneebedeckte Bergrücken und tief hängende Wolken begleiStabkirche Urnesteten uns. An Deck, in Regen und Kälte blickten wir in den Fjord. Dann Besuch der Stabkirche von Urnes. Fahrt mit der Fähre von Solvorn nach dort. Sehr alte Kirche mit keltischen Holzschnitzereien an der Aussenwand. Im Innern enttäuschend, da unter Restauration. Wir umrunden den Lustrafjord auf engem Sträßchen und landen im Campingplatz von Gaupne

Eisdalen am Norddalsfjord

Erst zurück nach Sogndal. Dann durch eine berauschende Hochgebirgslandschaft mit schneebedeckten GeirangerfjordBergen, Gletschern und Wildbächen und immer wieder Seen. Viele Tunnel führten uns am Nationalprk Jostedalsbreen entlang . Dann entlang des Auslläufers des Nordfjords bis Stryn und weiter nach Hellsynt am Geirangerfjord. Kaffeetrinken und warten auf die Fähre, die uns dann in einer Stunde bis Geiranger brachte. Tolle Fahrt durch den engen Fjord. Hohe Felsen, herabstürzende Wasserfälle, einsame Bauernhäuser, Camping Trollstiegenüberragt von schneebedeckten Gipfeln. Am Ende des Fjords ankerten vor Geiranger zwei Kreuzfahrtschiffe. Der Ort ist eine hässliche Ansammlung von Touristenkiosken. Hinauf die Adlerpassstrasse mit herrlicher Aussicht auf den Fjord. In dem folgenden Hochtal finden wir einen ruhigen Campingplatz, sehr schön gelegen.

Bremnes bei Kristiansund

Mit der Fähre hinüber zum Aufstieg des Trollstiegen. Ein langes, fruchtbares Tal steigt bis auf 700 m Höhe an. Dort oben ist alles verschneit. Schneefelder, weiße Gipfel und ein phantastischer Blick. Am Abstieg des Trollsteig dann ein Rummelplatz mit Kiosk und Touristencenter. Schöner Blick hinab. Die Fahrt hinunter ist einfach, überquert einen Wasserfall,Trollstiegen aber manche schweizer Bergstraße ist eindrucksvoller und schwieriger zu fahren. Über Andelsness nach Molde und über Bud mit Befestigungsanlagen aus dem zweiten Weltkrieg weiter an der Küste entlang. Die Atlantikstrasse führt über zahlreiche Brücken von Inselchen zu Inselchen. Kurz vor dem Fähranleger nach Kristiansund finden wir einen schönen Campingplatz direkt am Fjord auf dem nur Angler zu sein scheinen.

Flakk bei Trondheim

Ein Regen- und Gewittertag. Schon in der Nacht gab es Regengüsse, dann DTrollstiegenauerregen. Wir nahmen die Fähre nach Kristiansund, das wir eigentlich anschauen wollten, aber bei dem schlechten Wetter verzichteteten. Weiter auf der E39 Richtung Trondheim entlang an schönen Fjordufer nach Orkanger. Trondheim steht erst morgen auf dem Programm. Die ersten beiden Campinplätze vor Trondheim gefielen uns nicht, wir fuhren weiter bis an den Fährhafen von Flakk, von dem unsere Fahrt morgen auch weitergehen wird.

Halbinsel Fosen

Am Vormittag 10 km zurück nach Trondheim, dessen Innenstadt sehr überschaubar und gut zu Fuß zu erschließen ist. Besuch des Doms, der von außen mächtig und von Innen dunkel und beTrondheimdrohlich wirkt. Ungewöhnlich für eine evangelische Kirche. Wir besteigen einen der Türme über eine enge Wendeltreppe. Von oben schöner Rundblick über die Stadt und den Hafen, wo ein Kreuzfahrtschiff der Cunard Linie lag. Über die alte Brücke zur Innenstadt und an den Hafen. Zurück zur Fähre und zur Halbinsel Fosen übergesetzt. Besuch des Kirchleins vom Kloster Rein. An der R720 finden wir am Fluß einen wunderschönen Stellplatz und beschließen zu bleiben.

Svaberget Camping am Kystriksveien

In der Nacht begann es zu regnen und hörte bis zum Abend nicht wieder auf. Schade, denn die heutige Streccke war landschaftlich besonders reizvoll. Wir fuhren auf der einsamen und schmalen R 720 entlang des Beitstadfjordes weiter bisKystriksvein Malm und Namsos und bedauerten alle Schnellfahrer auf der E 6 auf der anderen Fjordseite. In Namsos ist Beginn des Kystriksvein, des Küstenweges, der uns mit Hilfe vieler Fähren entlang der Küste bis Bodø bringen soll. Gewunde Sträßchen entlang an vielen Fjordarmen mit immer wieder herrlichen Ausblicken haben uns heute ein Drittel des Weges bis unterhalb des Berges Heilhornet (1053 m) gebracht. Hier liegt der einzige Campingplatz an der Strecke.

Torhatten Camping bei Brønøysund

Wir sind nicht viel weiter gekommen! Das lag am herrlichen Sonnentag, der uns heute morgen weckte.Kystriksveien Wir beschlossen uns zu bewegen und stiegen nach dem Frühstück erneut auf den Felsenbuckel über unserem Campingplatz und genossen die herrliche Aussicht. In der Ferne sah man schon unsere nächste Fähre, die wir dann nach Vennesund nahmen und an der Küste weiter bis Brønøysund fuhren. Dort beschlossenTorghatten wir dem Berg mit dem Loch, dem Torghatten einen Besuch abzustatten und blieben auf dem dortingen Campingplatz. Wir stiegen duch das Loch, steil und steinig wieder herunter, gingen über den Campingplatz zurück und beschlossen die Sonne noch vor dem Womo zu genießen, zumal hier Internet und Fernsehen vorhanden ist. Am Abend sahen wir dann mit Norwegern und Niederländern das Viertelfinalspiel Portugal gegen Deutschland, das, sehr zum Bedauern der Norweger 3:2 von Deutschland gewonnen wurde. Es war sehr amüsant in der Runde.

Reppa am Tjongsfjord

Ein langer Weg auf der Küstenstrasse mit vier Fähren und einer herrlichen Landschaft bei wechselndePolarkreism Wetter. Mit der letzten Fähre von Kilboghamn nach Jetvik, die eine Stunde braucht, überquerten wir zum ersten Mal in unserem Leben den Polarkreis. Jetzt um 22 Uhr sitzen wir auf einem Rastplatz mit herrlichem Blick auf den Fjord in der Abendsonne, allerdings wegen der Schnaken, im Wohnmobil. Von der Fähre hatte man einen wunderbaren Blick auf die Fjordwelt und die kleinen Inseln vor der Küste. Die Fahrt der Küstenstrasse entlang ist sehr lohnend, wenn auch teurer und zeitaufwendiger als die E 6.

Å, Lofoten

Wir sind im Ort mit dem kürzesten Namen an der südlichsten Spitze der Lofoten. Am Vormittag haben wir den Rest der Küstenstrasse bis Bodø hinter uns gebracht.Fahrt zu den Lofoten Noch eine kurze Fährfahrt, Blick auf den Svartisen, einen grossen Gletscher und Halt beim Mahlstrom unter der Brücke bei Saltstraumen. Sehr touristisch mit Massen an Wohnmobilen. Dann zur Fähre, die uns  nach Moskenes auf den Lofoten bringen soll. Als einer der letzten Wagen passten wir noch drauf.  Drei Stunden Überfahrt bei eisigem Wind unter düsterem Himmel. Dann tauchen sie auf: wilde Zacken unter tiefhängenden Wolken: die Lofoten. Wir steuern zum Ende der Insel und bekommen auf dem kleinen Campingplatz in Å den letzten Stellplatz, ausreichend für eine Nacht.

Fredvang, Lofoten

Wir haben am Vormittag Å, Reine und die umliegenden Orte angeschaut. Alles sehr klein, putzig und malerisch gelegen. Am Mittag waren wir in Fredvang auf dem Strandcamping und habenLofoten gewaschen. Das Wetter ist zum Glück stabil. Strandspaziergang und gemütlicher Nachmittag. Man hat den Eindruck, dass sich alle europäischen Wohnmobile auf den Lofoten zur Sommersonnenwende eingefunden haben. Wir machten um Mitternacht Bilder der tiefstehenden Sonne vom Strand aus.

Sandsletta, Lofoten

Die Norwegern feiern heute die Sommersonnenwende, den St.HansLofoten Tag mit Festen, Musik, Gesang und grossen Feuern. Auch auf dem schönen Campingplatz, wir stehen direkt am See, wurde ein Feuer entzündet. Die Festlaune hielt sich bei Nieselregen allerdings in Grenzen. Die vergangene Nacht war sehr kalt, nur 2 Grad. Dafür am Morgen strahlend blauer Himmel und Frühstück im Freien. Dann Besichtigung von Nusfjord, ein kleiner musealer Fischerort mit Eintritt, Ballstadt und Henningsvaer. Über den Hauptort Svolvear dann auf diesen Platz an einer Nebenstrasse.

Forra am Ofotfjord

Der erste volle Regentag seit der Abreise. Es regnet seit dem Vorabend ununterbrochen. Ein Fahrtag also.Lofoten, Trockenfisch Fähre von Fiskeboy nach Melbu. Weiter auf der E 10 über Tokmarknes mit Hurtigrouten-museum  und Sortland Richtung Narvik. Abstecher und Fotos lohnen bei dem Wetter nicht. Ca. 25 km vor der Einmündung in die E 6 finden wir direkt am Fjord einen kleinen Campingplatz.

Ramfjord bei Tromsø

Es regnete die ganze Nacht. Erst heute im Tagesverlauf wurde es trockener, die Wolken hängen aber immer noch tief. Fahrt auf der E 6/ E 8 Richtung Tromsø. Abstecher und Kaffeepause am Wasserfall oder besser Stromschnellen von Malselvfossen. MitternachtssonneGut für Lachsangeln und für einen  Kaffee. Der Campingplatz in Tromsø war bereits voll, als wir um 16 Uhr kamen und auch nicht sehr einladend. Also fuhren wir 20 km zurück zum Camping am Ramfjord, den wir auf der Herfahrt gesehen hatten. Am Abend neben kochenden und essenden Russen und Letten zusammen mit einigen Norwegern das Halbfinale zwischen Deutschland und Türkei geschaut. Die Deutschen gewinnen glücklich 3:2, die Türken waren besser, schade für sie.

Birrtavarre am Lyngen

In der Nacht hat wieder heftiger Regen eingesetzt, der am Morgen aufhörte. Die Wolken hüllen die Berge ein und es ist kalt und trübe. Wir besichtigen Tromsö, eine kleine überschaubare und bei schönem Wetter sicher auch warme Stadt. Wir stehen im eisigen Wind an der TromsöEismeerkathedrale mit einer Gruppe Studiosusreisender. Dann schlendern wir durch die Stadt, kaufen Lachs und Mitbringsel und gehen in das Polarmusem, das sehr sehenswert ist. Amundsen und Nansen starteten aus dieser Stadt zu ihren Polarexpeditionen. Abkürzung über die RV 91 mit zwei Fährfahrten zurück zur E 6. Wegen Regen und Kälte, es sind noch 6 Grad flüchten wir auf diesen Campingplatz. Wir brauchen den Strom für unseren Heizofen.

Alta

Es hat die Altaganze Nacht in Strömen gegossen. Gegen Morgen hörte der Regen auf und einige Sonnenstrahlen ließen sich blicken. Nach dem Lachs vom Vorabend nur eine Tasse Kaffee und ein spätes Frühstück am Fjord. Wir sind im Land der Samen an der Straße immer wieder Verkaufsstände. Wir kaufen ein paar Mitbringsel. An der Einfahrt zu Alta liegen alte Felszeichnungen, die auf der AltaListe der UNESCO stehen. In einem ca. einstündigen Rundgang kann man sie besichtigen. Sehr schön und sehenswert und ausgezeichnet präsentiert. Angeschlossen ist ein Museum über die Kultur der Samen. Campingplatz bei Alta. Wir haben beschlossen morgen nicht weiter nach Norden zu fahren, sondern nach Süden Richtung Finnland abzubiegen.

Karasjok

Im Zentrum der Saamen, die hier ihr Parlament, ein Museumsdorf und ein IKarasjoknfozenter unterhalten. Vom Camping machten wir einen Spaziergang dorthin, kaufen ein schönes Rentierfell für umgerechnet 80 Euro. Die Fahrt hierher führte durch eine eindrucksvolle Schlucht mit tosenden Stromschnellen und dann auf einer Hochebene, dem Fjell, duch eine leicht hügelige mit Seen durchsetzte Landschaft mit niedrigen Krüppelbirken. Sehr einsam und etwas eintönig. Wir sind nur noch 18 km von der Grenze zu Finnland entfernt.

Finnland

GrenzeFinnland

Die einsame Route führt vom Inari See durch Lappland und den finnischen Teil Kareliens zumeist entlang der russischen Grenze.

Reiseroute Finnland Nord

Inari See, Finnland

Seit Tagen zum ersten Mal wieder Sonne. Frühstück im Freien, trotz Mücken. ProblemlosesRentiere Passieren der Grenze nach Finnland ohne jede Kontrolle. Gerade, langweilige Straße durch niedrige Birkenwälder mit gelegentlichen Rentieren. Wir treffen auf die Hauptstraße die von Norden her von Kirkenes kommt. Kurz vor Inari bei einem Saameninformationzentrum biegen wir zu einem Wanderparkplatz ab und laufen in 1 ¼ Stunde zur alten Kirche von Pielpajärvi. Der Weg ist das Ziel, da Kirche ist kaum sehenswert. Den selben, landschaftlich sehr schönen Weg zurück. Kaffetrinken im Infozentrum. Kurz vor Ivalo biegen wir zu einem Campingplatrz ab. Er liegt schön am Inari See und die bietet viel Platz. Abends sehen wir das Endspiel der EM Deutschland gegen Spanien. Die Deutschen verlieren 0:1 und spielen schlecht.Mitternachtssonne Ein weiterer Wasch- und Ruhetag am Inari See bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen um 20 Grad. Die Wäsche trocknet schnell. Wir kaufen in Ivalo ein, fahren zur „Bärenhöhle“, einer Gletschermühle und ich versuche es mit einem Bad im Inari See. Da er aber höchstens 15- 16 Grad hat, fällt es kurz aus.

Inari See

Wir haben unseren Campingplatz verlassen und einen Abstecher entlang des Südufers nach Nellim gemacht, einem russisch-orthodoxen Dorf der Skoltlappen, die aus dem russischen Kirche NellimDorf Petsamo nach dem Krieg dort angesiedelt wurden. Besonders sehenswert ist die orthodoxe Holzkirche in Blockhausbauweise. Leider nur von aussen zu besichtigen. Auf dem Friedhof daneben liegen fast ausschließlich Menschen mit russischen Namen begraben, Die russische Grenze ist nur wenige Kilometer entfernt. Auf dem Rückweg nach Ivalo entdecken wir einen wunderbaren Stellplatz direkt am See mit Sandstrand, den wir leider wegen der aufkommenden Gewitter nicht mehr nutzen können.

Kitinen Stausee

Sonne am Morgen, ein nacktes Bad im frischen Inari See, was will man mehr! Danach zurück nach Ivalo einkaufen und weiter auf der E75 nach Süden. Zuerst auf den „Skiberg“ Kaunispää mit mehrern Liften und schönem Rundumblick. Dann zum Infocenter Inari Seedes Urho Kaleva Kekkonen Nationalparks von wo wir eine 6 km lange Rundwanderung machen. Nach zwei Stunden sind wir zurück. Der Weg geht durch verschiedene Formationen des Fjälls und wird auf Infotafeln erklärt. Sehr gut gemacht. Danach an der E 75 über die Staumauer und am anderen Ufer ein schöner Stellplatz, der allerdings schnakenverseucht ist und uns zum Aufenthalt im Auto zwingt.

Joutsijärvi

Die vergangene Nacht war der Horror. Draußen konnte man sich trotz eines Feuers wegen der Mücken nicht aufhalten und in der Nacht haben sie es irgendwie geschafft auch ins Auto zuKirche Sodankylä kommen und haben uns im Schlaf überfallen. Wände und Decke sind mit blutigen Leichen bedeckt. Am Morgen sind wir geflüchtet und haben später gefrühstückt und beschlossen, die Plätze in Zukunft sorgfältiger zu wählen. Dann die alte Kirche in Sodankylä angeschaut, ein schönes Holzgebäude, vor allem Innnen. Einkauf, Tanken, kleiner Stadtrundgang. Bei Aska von der E 75 weg zu den Ski-und Wandergebieten von Luosto, AmethystmineLuostu und Pyhä. Wanderung zur einzigen Amethystmine Europas. Besichtigung und gute Führung durch einen Franzosen, der zum Goldwaschen nach Finnland kam. Selbst einige Amethyststücke, die an der Oberfläche liegen, ausgegraben. Jeder durfte eins behalten. Weiter nach Kemijärvi, wo nur ein alter Glockenturm von Interesse ist. 25 km später mit Hilfe des Womo Führers schönen Bade- und Stellplatz am See gefunden, fast mückenfrei. Ich bin noch eine Rund im See geschwommen.

Nationalpark Oulanka

Trotz aller Vorkehrungen waren auch in der vergangenen Nacht reichlich Mücken im Wagen, die uns nachts plagten. Am Morgen ist es deutlich kühler, ich gehe trotzdem Schwimmen,Oulanka NP um wach zu werden und die Schnakenstiche zu kühlen. Dann weiter nach Süden Richtung Kuusamo, wobei wir den Polarkreis unspektakulär überqueren. Die Straße ist fast leer. 60 km vor der Stadt biegen wir ab zum NP Riisitunturi und besteigen vom Wanderparkplatz den gleichnamigen Gipfel. Von oben herrlicher Rundblick auf die Seenlandschaft des Yli Kitka. Nach 2 1/2 Stunden sind wir zurück, trinken einen Kaffee.  Dann über Käylä zum Infozenter des Oulanka NP, der bis an die russische Grenze reicht. Wäsche für uns und unsere Klamotten auf dem nahegelegenen Campingplatz.

Am nächsten Tag ist es kühler geworden, was uns eine mückenfreieOulanka NP Nacht beschert hat. Am Vormittag Einkauf im nahen Ort. Der Fahrt dorthin auf hügeliger Sandstrasse erinnert an die Aland Inseln. Dann 2 1/2 stündige Rundwanderung vom Infozenter aus. Schöner Weg der im letzten Stück der „Bärenrunde“ gleicht. Nach dem Kaffeetrinken erneut kleine Wanderung von zwei Stunden auf dem „Schnakentrail“. Wechselhaftes Wetter mit kleinen Schauern und „some sunny spells“.

Lentuan

Ein Regen- und Fahrtag auf der Via Karelia. In der Nacht die ersten Schauer, ab Morgen dann DauerregenVia Karelia. Einen weiteren Wandertag in Hossa können wir vergessen. Wir trinken im sehr schönen Infozentrum aber einen Kaffee und beschließen weiter entlang der russischen Grenze zu fahren. Teepause dann beim Kriegsmuseum und Gräberfeld in Raate, das an den finnisch- russischen Winterkrieg 1939/40 erinnert. Es stehen alte Kriegsfahrzeuge herum und ein Raate KriegsmuseumSteinfeld erinnert an die gefallenen Soldaten beider Seiten. Das Museum schenken wir uns und fahren lieber weiter zur modernen Kirche von Lentiiera hinter deren schlichtem Altar ein grosses Fenster den Blick auf die dahinterliegenden Bäume und den See freigibt, ein sehr meditativer Ort. Angesichts der Temperaturen um 8 Grad beschließen wir auf den Campingplatz bei den Stromschnellen von Lentuan zu gehen und stehen dort völlig alleine auf einer herrlich gelegenen Wiese und blicken auf den See, es hat sogar aufgehört zu regnen.

Reiseroute Finnland Süd

Nationalpark Hiidenportti

Als erstes zweistündige Rundwanderung in der Nähe des Campingplatzes. Weiterfahrt nach Kuhmo.Oulanka NPBesuch des Infozentrums und des Kavela Dorfes. Einkaufen, Tanken in der Stadt. Kostenloser Internetzugang in der modernen Bibliothek. Nachrichten abgerufen, Mails geschrieben. Weiter zum Parkplatz des NP, den wir nach einigem Suchen  finden. Sehr einsam, sehr ruhig. Man erwartet jeden Moment den Bär oder Elch aus dem Dickicht. Karelien ist in der Tat sehr einsam mit endlosen Birken und Kiefernwäldern und eingestreuten Seen.

Loma Koli im Koli Nationalpark

Ruhige und einsame Nacht verbracht. Am Morgen einstündige Wanderung zur Hiidenportti Schlucht. Weiter nach Nurmes und zum Bomba Museumsdorf, einer Ansammlung karelischer Häuser, die heute als Ferienhäuser dienen. Im größten,Nurmesdem Bomba Haus, ist ein Restaurant, in dem wir uns an einem Buffet mit karelischen Spezalitäten, wie Piroggen laben. Weiter zum Inselhopping mitten im See Pielinen mittels einer kleinen Fähre nach Paalasmaa. Zurück auf die Hauptstrasse und Stopp bei einer Specksteinherstellung mit Shop und modernem Museum. Dann zum NP Koli mit Seilbahn auf den aussichtsreichen Gipfel, den wir uns für morgen aufgespart haben. Wir fahren weiter zum schön gelegenen Campingplatz Loma Koli mit Sandstrand und Blick auf den See.

Ihamanjärvi, NP Linnansaari

Als ertses 1 1/2 Stunden Rundweg über die Koli Berge mit herrlichem Blick auf den Pielinen See mit seinen Inseln. Weiter nach Joensuu. Bummel über den Markt. Wir essen PiroggenKloster Valamo mit Eifüllung, trinken Kaffee dazu und kaufen ein typisches kleines Brot mit Lachs und Fleischfüllung (Kukko). Einkauf für die Enkel bei Marimekko. Weiter zum Männerkloster Valamo, das sehr kommerziell ist. Eine schöne neue Kirche, Souvenirladen mit Johannisbeerenwein und diverse Tagungsräume und ein Hotel sind auf dem weitläufigen Gelände. Das nahe Frauenkloster Lintula gibt sich deutlich bescheidener,Kloster Lintula auch was die Besucherzahlen betrifft. Zurück vorbei an der eindrucksvollen Schleusenanlage des Varistaipale Kanals, wo vier hintereinander angeordnete Schleusen 14,5 m überwinden. Hinter Heinävesi im Nationalpark Linnansaari, in dem die letzten Ringelrobben leben, finden wir einen schönen Rastplatz für die Nacht. Um 23 Uhr tauchen noch drei Radler auf, die ihre Zelte aufbauen.

Simpelejärvi

Am wieder bewölkten Morgen mit Regenschauern die restlichen 40 km bis Savonlinna gefahren. Die Burg Olavinlinna besucht. Führung auf Deutsch zu dritt. Innen ist wenig zu sehen. OlavinlinnaDer Innenhof war für die Festspiele überdacht. Schöner Anblick von der Uferpromenade von gegenüber. Bummel entlang des Hafens und über den Markt. Ein Regenschauer treibt uns zurück und weiter zur großen Holzkirche von Kerimäki, die weder von Außen noch von Innen den Umweg lohnt. Besser ist es im Museum Retretti von Punkerharjo, wo in den Fels geschlagene Höhlen und künstliche Seen den Rahmen für moderne Kunst bilden. Finnische junge Künstler stellten aus, sehr eindrucksvoll. Oberirdisch gibt es noch eine Galerie mit wechselnden Ausstellungen. Kurz nach der Einmündung der 14 in die 6 finden wir dank Womoführer an einem See einen schönen Stellplatz für die Nacht.

Vehkataipale/ Saimaa See

Wir werden um 8 Uhr durch einen Forstbagger geweckt, der die gefällten Stämme hinter uns im Wald auflädt. Es ist noch bedeckt, trotzdem gehe ich schwimmen.Kirchturm Ruokolahti Im laufe des Tages wird es immer sonniger und wärmer, einer der schönsten Tage seit langem. Wir fahren Richtung Mikkeli an der Nordostseite des Saimaasees entlang. Hölzerner Kichturm von 1752 auf dem Kirchhof von Ruokolahti. Dann weiter durch schöne Seenlandschaft mit kleinen Inselchen und Rastplätzen nach Mikkeli. Wir gehen in die Bibliothek um das Internet dort kostenlos zu nutzen. W-Lan geht grade nicht, aber wir dürfen die Computer der Bibliothek für eine Stunde nutzen. Danach Bummel über der Markt und in der Sonne Kaffee und Eis. Auf der anderen Seeseite geht es dann zurück Richtung Lappeenranta. Der ins Auge gefaßte Campingplatz gefällt uns nicht. Wir finden dann hinter einer Brücke vor Lappeenranta einen schönen Bootsanleger am See, der mich zu noch einem frischen Bad im See animiert.

Loviisa

Kurze Fahrt nach Lapeenranta. Dort vom schönen Hafen mit Restaurants und Kaffees hinauf zur alten Festung Linnoitus in der nur noch Souvenirgeschäfte sind. Ein erneuter Regenschauer vertrieb uns. Weiter entlang der russischen Grenze nach Valimaa. Unterwegs Halt in Ylää um ein kleinesw Edelsteinmuseum und die Shops mit Schmuck aus Spektrolith zu besuchen. Ein Stein, der auf der Welt fast nur hier gefunden wird. Wir kauftenKotka eine Brosche. An der Grenze kilometerlange Schlange mit russischen LKW, die auf die Grenzabfertigung warteten. Alle Schilder in Russisch. Wir nehmen eine kleine kurvenreiche Nebenstraße um dem Verkehr zu entkommen. Halt in Kotka um die Stromschnellen und das Fischerhaus des Zaren Alexander III zu sehen. In Kyhlää versuchen wir die Kirchentür zu öffnen und lösen die Alarmanlage aus. Wir schlendern zurück zum Auto und machen uns aus dem Staub, den Alarmton im Rücken. Ordentlicher Campingplatz in Loviisa, waschen und duschen nach drei Tagen in der „Wildnis“.

Helsinki, Zoo

Ein Sommersonnentag! Hafen von Loviisa mit Salzlagerhäusern angeschaut. Weiter Richtung Helsinki. Nettes Kirchlein in Pernä besichtigt. Die Großausgabe folgteKirche Pernä dann als Dom in Porvoo. Netter, lebhafter und am Sonntag sehr touristischer Ort. Kleine Sträßchen mit Kopfsteinpflaster und netten Läden. Rundgang und Kaffee mit „Fish and Chips“. Am frühen Nachmittag dann in Helsinki. Dank wenig Verkehr am Sonntag  ist der Hafen schnell gefunden. Wir pendeln zwischen Viking und Nordic Jet Line um die beste Verbindung über die Ostaee nach Tallin zu finden. Morgen um 10:05 mit Nordic Jet Line für 222 Euro. Teurer als bei Vorausbuchung,Helsinki das ist der Preis für die Flexibilität. Am Nachmittag dann Bummel durch das sonnige Helsinki. Orthodoxe Kirche, Kathedrale mit Senatsplatz und Regierungsgebäuden. Hafen mit Markt und Esplanade. Eine wirklich schöne Stadt, die durch das Wasser und den Hafen geprägt ist. Am Abend dann zum Parkplatz des Zoos, der schöne ruhige Plätze direkt am Meer bietet und uns noch einen Sonnenuntergang beschert. So endet unser letzter Tag in Finnland.

Reisegruppe

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