Mittelmeerküste

 

Mit dem Wohnmobil durch Marokko

 

Legende:  C.= Campingplatz; S.= Stellplatz; F.P.= freier Platz;   * = Grad

1. Tag     Acqui Terme, Italien             Kosten: 5,00 €

S. 44*39’54“N/8*28’13“E

Nettes kleines Städchem mit Thermalquelle. Stellplatz direkt gegenüber dem Thermalbades. Vorbei an einem antiken Aquädukt in die schöne Altstadt. Im Zentrum sprudelt unter einem Pavillon aus einer Quelle über 70 Grad heißes schwefelhaltiges Wasser. Es lohnt ein Bummel durch die Gassen der Altstadt. Genua liegt nur eine Fahrstunde (76 km ) entfernt und ist am nächsten Tag schnell erreicht. Wir nutzen die Fähre von Grandi Navi Veloci von Genua nach Tanger Med mit Zwischenhalt in Barcelona.

2. Tag    Hafen Genua  (PonteAndrea Doria)    44*24’42″N/ 8*54’56″E

Die Zufahrt zum Terminal ist nicht einfach zu finden. Wer noch kein Ticket hat, muß erst zum Terminal seiner Fährgesellschaft. Wer bereits ein Ticket hat, kann direkt zum check-in Schalter fahren und sich in die Warteschlange einreihen. Dort wird er den ersten Vorgeschmack auf sein Reiseziel bekommen. Zahlreiche Marokkaner mit völlig überladenen Kleintransportern bilden den Hauptteil der Wartenden. Sie haben zum Teil abenteuerliche Gerätschaften auf ihren Dachgepäckträgern. Tische, Stühle, Waschbecken, ganze Zimmereinrichtungen.Bei und würden die Fahrzeuge sofort aus dem Verkehr gezogen! In einem Containergebäude ist die Polizei- und Paßkontrolle. Abfahrt ist um 18 Uhr.

3. Tag     Auf dem Mittelmeer

Es lohnt den geringen Mehrpreis für eine „De Luxe“ Kabine zu zahlen. Zwei gegenüberliegende Betten mit Tisch in der Mitte und Bad. Das Essen ist nicht im Fährpreis enthalten und muß an Bord bezahlt – oder mitgebracht werden. Zwischenhalt von gut zwei Stunden in Barcelona. Und dann beginnt der Stress, die Abwicklung der marokkanischen Zollformalitäten. In der schummerigen völlig überhitzten Disco drängeln sich hunderte von Menschen, um zuerst eine Nummer und den Einreisestempel in ihren Pass zu bekommen. Wenn das geschafft ist, heißt es Anstehen an der nächsten Schlange um den Pass und ein Papier zur Anmeldung des Wagens abzugeben. Bis er bearbeitet ist kann es Stunden gehen. Tipp: am nächsten Morgen ist das „Büro“ bis mittags noch einmal geöffnet und alles geht schneller und ohne Warteschlange.

4. Tag     Martil, Camping Al Boustane     Kosten 9,00 €    

C.  N35*37.752/W05*16.582

Ankunft am Spätnachmittag in Tanger Med, dem neuen Hafen zwischen Tanger und Ceuta.Im Hafen werden dann alle Ausländer heraus gewinkt und separat vor einem Zollgebäude gesammelt. Wir müssen mit unseren Pässen zu einem Schalter, wo unsere Nummer und die Daten eingetragen werden. Dann werden die Wagenpapiere eingesammelt und ein Zöllner verschwindet damit. Als er zurückkommt inspiziert er noch unseren Wagen, allerdings sehr oberflächlich, und dann haben wir alle Formalitäten erledigt und haben freie Fahrt. Vorbei an Ceuta geht es immer der Küste entlang nach Osten bis zur Abfahrt nach Martil. Mit hereinbrechender Dunkelheit erreichen wir den recht ordentlichen Campingplatz.

5. Tag    Qued Laou, Camping Municipal    Kosten 4,00  €

C.  N35*26.898/W05*05.556

Besuch von Tetouan, Bummel durch den alten Suq. Überall sitzen Bäuerinnen aus den Rif Bergen mit ihren bunten Hüten und bieten Gemüse an. Ein sehr lohnender Besuch, da noch nicht so touristisch, wie andere Städte. Auf der Küstenstraße weiter nach Qued Laou. Die Straße ist teilweise noch in Bau, aber gut fahrbar. Im weiteren Verlauf war die N 16 entlang der Küste noch im Bau und für größere Womos nur schwierig zu befahren. Ab El Jebha nach Osten ist sie inzwischen fertig gestellt. Also im Moment noch besser die Strecke durchs Rif Gebirge nehmen. Auf dem „Camping Municipal“ geht es sehr einfach zu. Die Sanitäranlagen sind in einem desolaten Zustand und nicht benutzbar. Wenigstens der Stromanschluss funktioniert und der Stellplatz unter Olivenbäumen ist schön. Ebenso der Strand an dem man abends den Fischern bei Einholen ihrer Boote zuschauen kann.

6. Tag    Chefchaoun, Camping Azilan     Kosten 9,00 €   

C.  N35* 10.524’/W05* 15.978

Durch die Ausläufer des Rif  nach Chefchaoun. Die Häuser sind weiß und blau gestrichen und es ist ein malerisches Bild. Der Unterschied zu Tétouan ist deutlich, dort war es ein Suq, also ein Markt, hier ist es eine Medina, also die Altstadt durch die wir bummeln. Auf dem zentralen großen Platz steht die Kasbah, die alte Burganlage von deren Turm man einen schönen Blick über die Stadt hat. Steile Auffahrt zum Camping Azilan, der hoch über der Stadt liegt und ordentlich ausgestattet ist. Nur die Duschen sind kalt.

7.Tag    Al Hoceima, Strand Sfiha                                   

F.P.  N35* 12.552 / W03* 54.093
Da die neueKüstenstrasse N 16 noch eine einzige Baustelle ist, fahren wir durch das Rif Gebirge, das Hauptanbaugebiet für Haschisch. Bis auf einen Wagen, der uns mit eindeutigen Handbewegungen überholt, gibt es keinerlei Belästigungen. Die Sicht wird schlechter, der Regen dichter, die Schlaglöcher nehmen zu Die Landschaft ist grandios. Wir erreichen Ketama, das Zentrum des Haschischanbaus. Die Berberfrauen tragen kleine Teppiche als Kopfbedeckung. Ab hier geht es wieder bergab nach Al Hoceima, das auf einem felsigen Hochplateau hoch über dem Meer liegt. Wir suchen uns einige Kilometer weiter einen Stellplatz am Strand von Sfiha neben einem Wachposten der Marine.  Hier soll ein Hotel mit Camping entstehen, noch ist die Übernachtung und der Blick auf das bebaute Inselchen Peñon de Alhucemas, das zu Spanien gehört, kostenlos.

8.Tag    Saidia, Camping L’Amazone  Kosten 9,00 €

C. N35* 05.00 / W02* 13.165

Wir fahren auf der neuen N16 nach Nador. Eine landschaftlich reizvolle Strecke immer am Mittelmeer entlang auf der sich dunkle Sandbuchten mit Steilküsten abwechseln. Direkt nördlich liegt die spanische Exklave Melilla. Weiter auf der N16 zum aufstrebenden Badeort Saidia an der algerischen Grenze. Am endlosen Sandstrand sind lange Reihen von neuen Feriensiedlungen entstanden und in den marokkanischen Ferien ist hier wohl der Teufel los. Der Campingplatz liegt in Strandnähe. Ist der Wärter nicht da, ruft ihn die Bedienung vom benachbarten Café. Wir sind die einzigen Gäste, aber die Sanitäranlagen sind in Ordnung und warme Duschen gibt es auch. Der alte Dorfkern von Saidia ist sehenswert mit kleinem Suq, Garküchen und preiswerten Restaurants

9.Tag     Taza und Tazzeka Nationalpark        

F.P.  N34* 07.757 / W04* 01.898

Über Oudja an der algerischen Grenze geht es nun wieder nach Westen. Eine neue Autobahn führt bis nach Fes. Wir nehmen aber die gut ausgebaute Landstrasse. Nach 300, wenig abwechslungsreichen, Kilometern erreichen wir die Stadt Taza. Die Altstadt liegt am Hang oberhalb der Neustadt und ist sehr sehenswert: alte Gassen, ein kleiner Suq, Garküchen. Alles noch sehr ursprünglich und weit ab vom Touristenrummel von Fes. Von der Altstadt führt die kleine, gut fahrbare Strasse dann in die Berge hinauf in den Tazzeka NP. Grüne Wiesen, Schafe, Berge und Sonne. Wir kommen bis auf 1600 m hinauf. Aus der Ferne leuchten die schneebedeckten Gipfel des mittleren Atlas herüber. Weiter unten blüht der Ginster und die Zistrosen. Nach ca. 20 km kommt ein schöner Picknickplatz auf dem wir gut mit unserem Womo stehen können.

Hier geht die Reise weiter nach Süden