Nordirland

Reiseroute Nordirland und Irland

Larne – entlang der Antrim Coast über Ballycastle zur Carrick-a-Rede Bridge und Giants Causeway – nach Coleraine – Downhill – Derry – Grenze Irland – Letterkenny – Halbinsel Fanad – Ramelton – Portsalon – Milton – Creeslough – wir folgen dem „wild atlantic way“ – Donegal – Drumcliffe- Sligo – Ballina – Killala – Bangor – Mulrany – Newport – Westport – Leenane – Clifden – Maam Cross – Camus – Galway – Burren – Doolin – Cliffs of Moher – Kilkee – Kilrush – Ennis –Dublin – Fähre nach Holyhead.

Reiseeindrücke

Coleraine                Tullans Caravan Park                   N 55° 7‘30‘‘ / W 6°37‘47‘‘

Zweistündige Überfahrt von Cairnryan bis Larne bei ruhiger See. An der Küste bei Ballygally, das uns gefällt, weil es wie Hullygully klingt, machen wir erst einmal eine Frühstückspause.

Carrick-a-rede Hängebrücke

Dann weiter entlang der Antrim Coast, vorbei an kleinen Orten mit schönen Sandburgen und mit Blick auf Kintyre, die südlichste Halbinsel Schottlands und die Inneren Hebriden. Nach Ballycastle erreichen wir dann die Carrick-a-rede rope bridge. Im Vergleich zu unserer Fahrradtour 1987 ist alles inzwischen sehr touristisch geworden. Man muss Eintritt zahlen (als NT Mitglieder sind wir frei), alles ist mit Warnhinweisen versehen und von Helfern überwacht, die die asiatischen Selfiefotografen mit Zeitkärtchen über die Brücke lotsen. Nicht weitentfernt liegt der Giants Causeway auf dem wir 1987 alleine herumgeturnt sind. Heute sieht man schon von Ferne eine massive Ansammlung von Bussen und Autos. Dann steht man vor einem aus Basaltplatten errichteten Tempel, dem Visitor Center. Auch hier haben wir freien Eintritt, trotz Weltkulturerbe.

Giants Causeway

Die Massen werden mit Audioguide ausgestattet und per Shuttle Bus an den Strand gefahren, wo sie sich dann auf den Basaltsäulen austoben können und Fotos in allen nur denkbaren Posen schießen können. Auch hier tun sich die Asiaten wieder mit besonderer Akrobatik hervor. Wir verabschieden uns bald wieder und trauern den guten alten Zeiten nach. Die Distillery von Bushmills hat gerade geschlossen, als wir ankommen. Also einen Übernachtungsplatz suchen, was in Irland nicht einfach ist, denn alle Picknick Plätze sind mit niedrigen Querbalken an der Einfahrt versehen. So landen wir nach einiger Suche dann doch auf einem Campingplatz, der für 20 Pfund aber sehr ordentlich und ruhig ist.

Doe Castle bei Creeslough      Stellplatz beim Castle      N 55° 8‘ 4‘‘ / W 7° 51‘ 56‘‘

Mussenden Temple bei Downhill

Am Morgen fahren wir zurück auf die Küstenroute bis Downhill mit dem Mussenden Temple. Hier hat sich ein Bischoff im 18. Jahrhundert seinen Traum verwirklicht und sich in einem großen Park einen Palast, der mehr einer Burg ähnelt, ein Belvedere und einen Tempel an der Steilküste errichtet, ganz im Sinne des „Erhabenen und Schönen“. Wir wandern fast alleine durch den Park und über die Wiesen, betrachten Knabenkraut und Fingerhut und genießen die Ruhe nach dem gestrigen Touristentrubel. Vorbei an Derry, das wir nicht besuchen, überqueren wir die Grenze zu Irland und erreichen Letterkenny. Dort biegen wir auf die Halbinsel Fanad ab und folgen der „scenic route“ über Ramelton bis Portsalon, wo es sehr schöne Sandstrände gibt. Über Milford erreichen wir die nächste Halbinsel, rechts die Meeresbucht, links die hohen Berge Donegals. Auf dem kleinen Parkplatz des Doe Castle finden wir dann den idealen Platz für die Nacht.

Ballina              Belleeek Park Camping                  N 54° 8‘ 4‘‘ / W 9° 9‘ 32‘‘

Auf dem „Wild Atlantic Way“ durch Donegal

Vor dem Burgfriedhof haben wir wunderbare geschlafen und machen uns auf den Weg durch Donegal. Wir folgen weitgehend ausgeschilderten „Wild Atlantic Way“ nach Süden und fahren die meisten der Küstenschleifen aus. Das Wetter mit Regen und kräftigem Wind passt gut dazu. Um 13 Uhr erreichen wir Donegal und flüchten uns bei starkem Regen erst einmal in das nächste Kaffee. Von dort geht es dann auf der Schnellstraße wieder Richtung Sligo mit einem Zwischenstopp in Drumcliffe, wo auf dem Friedhof das Grab von William Butler Yeats ( Nobelpreis 1923) zu betrachten ist, mit dem Schlusssatz einer seiner Gedichte. In der Nähe steht noch ein altes Hochkreuz mit gut erkennbaren Symbolen. In Ballina fahren wir dann auf den ordentlichen Camping außerhalb der Stadt.

Carraroe             Stellplatz am Coral Beach          N 53° 14‘46‘‘ / W 9° 37‘ 42‘‘

Newport

Der Himmel ist grau, die Wolken hängen tief aber es ist trocken, als wir am Morgen weiter entlang der Küste nach Killalala starten. Über Bangor und Mulrany erreichen wir Newport mit einem Fischereihafen und großer Fischindustrie. Bald ist Westport erreicht, die Hauptstadt des County Mayo. Die Gipfel der Berge verbergen sich in den Wolken und selten bricht einmal die Sonne durch. Die Fahrt nach Leenane führt uns durch eine karge Hochebene mit Heide und Torf, links liegen die Partry Mountains in den Wolken. Wir entschließen uns über Clifden nach Camus zu fahren und kommen nun nicht nur in das Herz Connemaras, sondern auch unser Herz schwelgt bei jeder Straßenbiegung in Erinnerungen an unsere zeitweilige irische Heimat. Clifden ist geschäftig wie immer, aber die Zeit ist weiter gegangen, seit wir vor 11 Jahren zuletzt hier waren. Die Straße ist neu gemacht und Lidl und Aldi haben sich angesiedelt. Dann geht es den oft gefahrenen weg weiter nach Recess und Maam Cross, wo wir rechts nach Camus abbiegen. Zusammen mit unseren damaligen Nachbarn trinken  Tee, essen Sandwich und tauschen Erinnerungen aus. Am schönen Strand von Carraroe, wo die Straße endet, finden wir einen schönen Platz für die Nacht.

Doonbeg      Stellplatz an der Doughmore Bay      N 52° 44‘ 44‘‘ / W 9° 30‘ 16‘‘

Galway

Ohne schlechtes Gewissen stehen wir auf dem Parkplatz unterhalb des „Trump International Golf Links & Hotel“ am Rande des White Strand. Monumentales Hotel mit Golfplatz an riesigem Strand. Unseren Abendspaziergang entlang des Strandes haben wir gemeinsam mit zahlreichen Hundebesitzern bereits absolviert. Am Morgen führte der Weg durch alt bekannte Orte wie Casla und Spiddal nach Galway. Zum Glück habe ich mich noch erinnert, wie wir immer zum Parken in die Stadt gefahren sind. So fanden wir einen guten Stadt nahen Parkplatz bei der Kathedrale. Wir haben die Innenstadt mehrfach durchlaufen.  Kenny’s Bookshop ist leider inzwischen verschwunden und die Zahl der Straßenmusikanten hat weiter zugenommen. Noch immer ist Galway mit seiner Lage am Fluss Corrib und den vielen jungen Menschen eine der schönsten Städte Irlands.

Im Burren

Nach einer Portion Fish and Chips machen wir uns wieder auf und über Oranmore fahren wir zur Küste und zum Burren, einer einzigartigen eiszeitlichen Kalksteinformation in deren Spalten viele seltene und hier nicht heimische Pflanzen wachsen. Wir klettern etwas auf den Felsformationen herum, fahren dann nach Doolin, einem alten Folkmekka. Das Besucherzentrum der Cliffs of Moher lassen wir nach unseren Erfahrungen in Nordirland links liegen und machen uns auf die Suche nach einem Campingplatz, was nicht einfach ist. Also folgen wir dem Wegweiser hinunter zum Parkplatz an die Doughmore Bay und stehen  auf dem Parkplatz unterhalb des „Trump International Golf Links & Hotel“ am Rande des White Strand. Wir machen uns auf zu einem Strandspaziergang bei Wind in der Abendsonne. Wir überwinden unsere Skrupel bei einem Trump Hotel zu übernachten und beschließen zu bleiben.

Hafen Dublin     Stellplatz Parkplatz Stena Line     N 53° 21‘ 0‘‘ / W 6° 11‘ 52‘‘

Stellplatz an der Doughmore Bay

Der erste vollständige Sonnentag und mit 26 Grad zugleich wärmste Tag der Reise. Wir fahren weiter die Küste entlang bis Kilkee. Ab Kilrush geht es dann entlang der Mündung des Shannon, eine eher langweilige Strecke, die von mehreren großen Kraftwerken gesäumt ist. In Ennis kaufen wir ein und fahren dann auf kleinen Straßen quer durchs Land über Tulla nach Scariff am Lough Derg, einen großen See, der vom Shannon durchquert wird.

Kurz hinter Scariff am Seebeginn biegen wir zu einem kleinen Bootspier und Parkplatz. Hier ist es wunderbar in der Sonne zu sitzen. Wir  richten uns auf der Wiese am See für den Tag ein. Gelegentlich kommt eine Familie und lässt ihr Boot mit einem Trailer zu Wasser. Erst um 16 Uhr können wir uns von diesem schönen Platz trennen und machen uns auf nach Dublin. Inzwischen gibt es Autobahnen quer durchs Land und wir fahren auf der von Limerick kommenden M7 für zwei Euro nach Dublin. Die Autobahn führt uns direkt zum Hafen, zuletzt noch durch einen Tunnel, der während der Woche 10 Euro kostet. Heute kassiert Niemand. Dann suchen wir uns am Hafen einen (kostenpflichtigen) Parkplatz für die Nacht, wie immer am Hafen nicht der leiseste.

 

Rast bei Scariff am Lough Derg

Hier geht die Reise weiter nach Wales