Großbritannien 2017

Anreise:

Es gibt zwei Möglichkeiten Schottland vom Festland aus mit dem eigenen Wagen zu erreichen:

  1. Von Frankreich aus mit der Fähre via Calais nach Dover oder Folkstone oder per Autozug durch den Tunnel nach Folkstone. Kurze Fährverbindung, lange Anfahrt nach Schottland.
  2. Aus den Niederlanden mit der Fähre von Rotterdam nach Hull (P&O Ferries) oder von Amsterdam nach Newcastle (DFDS). Eine Übernachtung auf der Fähre, Ankunft nahe der schottischen Grenze.

Wir haben uns für letztere entschieden. Die Reise hat uns auf 7.700 Kilometern durch

Schottland

Nordirland

die Republik Irland und

Wales

 geführt.

Detaillierte Reiserouten finden Sie bei den jeweiligen Ländern.

Mit dem Wohnmobil unterwegs in Schottland, Wales und Irland:

Wer gewöhnt ist, mit seinem Wohnmobil einsame Nächte auf einem romantischen Stellplatz am Meer oder See zu verbringen, wird in Schottland aus zweierlei Gründen enttäuscht werden. Zum einen steht inzwischen auch in Großbritannien vor nahezu jedem Haus ein Wohnmobil, das offenbar vom Frühjahr bis in den Herbst gerne in Schottland bewegt wird. Wer also glaubt, dort einsame Tage in schöner Natur verleben zu können, wird zumindest was ersteres betrifft schnell eines Anderen belehrt: die Wohnmobildichte, insbesondere im Norden mit seinen immer noch vielen einspurigen Straßen mit Ausweichbuchten, ist hoch und für sehr große Womos nicht immer ein Vergnügen. Zum anderen steht, wenn man dann glaubt einen freien Platz gefunden zu haben, dort garantiert ein Schild „No overnight parking“, was zumindest in der Hochsaison wohl auch polizeilich kontrolliert wird. Offizielle Stellplätze, wie wir sie kennen, gibt es nicht. Trotzdem findet man, vor allem im Norden, immer mal wieder freie Stellplätze für eine Nacht, einige haben wir unten aufgeführt. Zumeist wird man aber gezwungen sein auf einen Camping- und Caravanplatz zu übernachten, wofür zwischen 15 und 25 GBP incl. Strom (17 – 28 Euro) zu entrichten ist. Auf vielen Plätzen wird das Bild von „Mobile Homes“, Wohncontainern, dominiert, was kein schöner Anblick ist. Freies Internet ist nur auf wenigen Plätzen vorhanden. In der Regel muss dafür zusätzlich bezahlt werden. Hier können die Briten noch einiges vom Baltikum lernen.

Freie Stellplätze sind rar

In Wales ist die Wohnmobildichte deutlich geringer als in Schottland und es finden sich mehr naturnahe Campingplätze, die überwiegend von Wanderern und Bergsteigern genutzt werden.
Für Irland gilt vieles des oben gesagten. Es ist durch die bis an den Straßenrand heran reichenden dichten Hecken kaum möglich, freie Plätze zu finden. Die „No overnight stay“ Schilder der Briten haben die Iren durch 2 Meter hohe Querbalken vor fast allen Einfahrten auf attraktive Parkplätze ersetzt, was umso ärgerlicher ist, als man dort nicht einmal eine Kaffeepause einlegen kann. Gelegentlich findet man preisgünstige Stellmöglichkeiten bei einem Bauernhof. Wer also in Irland nicht jede Nacht auf einem Campingplatz verbringen möchte, wird sich schwer tun.